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05.02.2012 :: Druckversion
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Die Thrombose der tiefen Beinvenen

Die Thrombose der tiefen Beinvenen


Definition
Unter einer Thrombose versteht man die Gerinnung des Blutes (Gerinnselbildung) im Blutgefäßsystem, was zu einem Blutpfropf (Thrombus) mit Verstopfung des Blutgefäßes führt. Dadurch wird die Blutzirkulation gestört und eine Blutstauung vor dem Verschluß ist die Folge.

Thrombose kommt vom griechischen Wort "thrombosis", was "Gerinnen" bedeutet.

Ursachen
Die Blutgerinnung ist ein lebensnotwendiger Schutzmechanismus des Körpers bei Verletzungen. Eine Fehlregulation führt in bestimmten Fällen dazu, dass die Gerinnung innerhalb der Gefäße aktiviert wird. Die Gefahr dabei ist einerseits der mögliche Verschluss des betroffenen Gefäßes, anderseits kann der Thrombus sich lösen und verschleppt werden. Verstopft er dann ein nachgeschaltetes Blutgefäß, bezeichnet man dies als Embolie.

Eine der gefürchtetsten Komplikationen nach einer Thrombose der tiefen Beinvene ist die Lungenembolie, ein Verschluss einer Lungenarterie durch einen verschleppten Thrombus.

Als Ursache für eine Thrombose kommen drei verschiedene Gründe (sog. Virchow–Trias) in Betracht. Zunächst sind Veränderungen der Blutgefäße zu nennen. Die innere Wand der Blutgefäße verhindert im gesunden Zustand die Blutgerinnung. Ist die Innenwand jedoch verletzt oder entzündet, so kommen die Blutplättchen und andere an der Gerinnung beteiligten Faktoren mit den darunter liegenden Geweben in Kontakt. Dieser Kontakt aktiviert die Blutgerinnung, es bildet sich ein Thrombus (Gerinnsel). Weiterhin kommen Blutstromveränderungen wie Wirbelbildungen oder Blutstauungen bzw. Blutströmungsverlangsamungen als Ursache in Betracht. Jede Art der Zirkulationsstörung in den Gefäßen vergrößert die Chance, dass sich ein Thrombus bildet.

Bettlägerigkeit, langes besonders beengtes Sitzen (bekanntes Beispiel: das sog. Economy Class Syndrome, eine bei Langstreckenflügen durch das beengte Sitzen ausgelöste Thrombose der Beinvenen), Ruhigstellung eines Beines oder Bewegungsmangel stellen ein erhebliches Risiko dar. Eine Herzschwäche, Krampfadern oder entzündete Venen verlangsamen den Blutfluss und begünstigen die Ablagerung der Blutplättchen.

Als dritte Ursache schließlich kommen Veränderungen der Blutzusammensetzung infrage. Die Gerinnung ist ein komplizierter Prozess, an dem viele verschiedene Stoffe (sog. Gerinnungsfaktoren) im Blut beteiligt sind. Ein Ungleichgewicht dieser Faktoren kann entweder zu einer verstärkten Blutungsneigung oder zu einer Thromboseneigung führen. Auch eine erhöhte Zahl bestimmter Blutzellen, wie sie bei einigen Krankheiten des Blut bildenden Systems vorkommt, erhöht die Gefahr einer Thromboseentstehung. Zu den allgemeinen Risikofaktoren zählen hohes Lebensalter und übergewicht. Die Einnahme von östrogenhaltigen Eisprunghemmern (Antibaby–Pille) erhöht ebenfalls das Thromboserisiko. Auch im Rahmen bestimmter Krebserkrankungen kann das Thromboserisiko erhöht sein.

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