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05.09.2010 :: Druckversion
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3D–Webcam

3D–Webcam als biometrisches Sicherheitssystem


40.000 Identifikationspunkte im Gesicht gewähren Zugang zum PC


Das kanadische Unternehmen Bioscrypt hat mit der "VisionAccess Deskcam" eine PC–Kamera vorgestellt, die als biometrisches Zugangssystem verwendet werden kann. Sie führt einen dreidimensionalen Scan des Gesichts durch und gewährt dem autorisierten User Zugang zu Computern und Programmen. Ersetzt werden damit Passwörter oder Fingerprintscanner, heißt es in einer entsprechenden Aussendung. Die 3D–Deskcam nutzt zusätzlich zur normalen Linse Infrarotlicht.

40.000 Punkte werden von der Kamera zur Identifizierung erfasst, berichtet das Branchenportal Cnet. Diese befinden sich hauptsächlich auf der Stirn, den Augenhöhlen und der Nase. Die Kamera hat bereits Tests mit eineiigen Zwillingen absolviert, berichtet Ryan Zlockie, verantwortlicher Produktmanager bei Bioscrypt. Die Deskcam konnte problemlos zwischen den Zwillingen unterscheiden. Selbst Gesichtsbehaarung würde der Kamera keine Schwierigkeiten bereiten. Man kann sich beispielsweise mit Bart registrieren, ihn nachher abrasieren und bekommt dennoch Zugang zu seinem System, so Zlockie.

Die mitgelieferte Software ist in der Lage, den User automatisch im Netzwerk, auf seinem Arbeitsplatz oder bei Web–Anwendungen anzumelden. Neben der Funktion als Zugangstechnologie können zudem Avatare für Online–Rollenspiele erstellt werden, die dann dasselbe Aussehen haben, wie die reale Person. Die Kamera ist etwa 7,5 Zentimeter groß und hat die Form einer herkömmlichen Webcam. Für Geschäftskunden soll das Produkt zum Preis von 350 Dollar in der zweiten Jahreshälfte 2007 verfügbar sein. Privatanwender müssen sich noch bis 2008 gedulden. Dann soll der Verkaufspreis jedoch durch die höhere Produktionsmenge auf 200 Dollar sinken, meint Zlockie.

"Mit der Einführung unserer VisionAccess–Kamera bauen wir unser Lösungsportfolio für Zugangssysteme und Sicherheitslösungen für Unternehmen aus", sagt Robert Williams, CEO von Bioscrypt. "Wir bieten Firmen eine Plattform an, um das Identitätsmanagement mithilfe verschiedener biometrischer Methoden durchgängig in ihrer gesamten Organisation umzusetzen." Die Deskcam sei hierbei eine anwenderfreundliche Alternative zu Passworteingaben, Fingerprint– oder Irisscan.

Quelle: pressetext.austria



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